Fußball wird im Club seit 1908 gespielt

Nach der Vereinigung des Charlottenburger SC 02 mit dem SC Westen 05 im Jahre 1911 wuchs die Spielstärke erheblich. Der SCC spielte in der höchsten Berliner Klasse in der Spielzeit 1912/13 waren 6 Männer- und 4 Jugendmannschaften in Einsatz. Der deutsche 100-m-Meister Richard Rau stand häufig im Tor. 1912 kam die erste Altersmannschaft zum Einsatz. Als nach dem ersten Weltkrieg 1919 der Sport wieder in geregelte Bahnen kommt, führen 1919 Verhandlungen mit dem FC Union 98 zum Anschluss. Bis zum Ende der Spielzeit 1925/1926 kommen die Mannschaften der "Union-SCC" zu vielen Erfolgen. 1922 wird erstmals die Abteilungsmeisterschaften gewonnen, aber die Ausscheidungsspiele um die Berliner Meisterschaft gingen verloren. 1927 gewinnen die Junioren-, Jugend- und Schülermannschaften ihre Klassen und wecken Hoffnungen. Schon einige Jahre später war alles zerstoben. Keine Jugendmannschaften des SCC mehr in den Tabellen berichtete Rienaß im Rückblick 1952. Es hat offenbar lange gedauert bis es wieder aufwärts ging. Erst nach dem Krieg und der Wiederzulassung der Vereine in West-Berlin begann für den SCC im Fußball eine neue Zeit. 1952 waren wieder 12 Jugendmannschaften des SCC für die Verbandsspiele gemeldet.

Die 1. Männermannschaft konnte 1931 den Abstieg in die Kreisliga nur mit Mühe vermeiden. 1934 zog unsere neue Anlage in Eichkamp gute Kräfte an und ein guter Trainer wurde engagiert. Die Verdienste von zwei Fußballlehrern aus den ersten 30er Jahren werden gelobt, und zwar von Richard Girulatis und Eugen Widmann. In der Spielzeit 1932/33 konnte die 1. Männer ihre Ligaspiele mit 40:4 Punkten und einem Torverhältnis von 114:27 abschließen. Man war Anwärter auf die Oberliga, aber im Zuge der Umorganisation des Sports wurde eine neue Klasseneinteilung erfunden mit der Folge, dass der sicher gewähnte Aufstieg nicht stattfand. Das gelang auch in den folgenden Jahren nicht, obwohl man 1937-39 nahe dran war. Zum Jubiläum 1952 schreibt Helmut Rienaß am Schluss seines Berichts: "Fünfzig Jahre Vereinsgeschichte bringen nicht nur Höhepunkte, sondern auch bittere Erfahrungen. Aber immer waren Männer da, die unser Vereinsschiff wieder flott machten. Unvergessen sein sollen die Namen von Max Böhm, Wilhelm Krause, Dr. Oskar Reuter und Alfred Blume."

Neubeginn 1947

Schon am 17. September 1947, also lange vor der Wiederzulassung der Vereine in Berlin, konstituierte sich die Fußballabteilung neu. 1950 drangen die SCC-Fußballer bis in die Vorschlussrunde der Pokalspiele vor, konnten aber Vereine wie Tennis Borussia, Wacker 04 und Union Oberschöneweide nicht bezwingen. Peter Grote schreibt 1977: "Erst am 27.Juni 1962 konnte mit dem Aufstieg zur Amateurliga, der zweithöchsten Spielklasse in Berlin, ein neuer sportlicher Höhepunkt vermerkt werden. Doch leider war die Freude nur von kurzer Dauer. Nun ein Jahr konnte die Spielklasse gehalten werden. In der A-Klasse zählten wir Jahr für Jahr zu den Favoriten, aber der Aufstieg aus der zweiteiligen A-Klasse in die Amateurliga gelang nicht, war auch besonders schwierig, weil immer nur die beiden Staffelersten dem direkten Aufstieg schafften". 1974 wurde dann auch die Amateurliga zweiteilig, und die fünf besten der A-Klasse stiegen direkt auf, aber der SCC war nur Sechster und musste in Ausscheidungsspiele, nach denen wir wieder in der A-klasse blieben. Schon 1975/76 kam die Rückkehr zur einteiligen Amateurliga. Der SCC verlor das entscheidende Spiel um den Verbleib in der A-Klasse gegen den Berliner SC mit 1:3 und musste in die B-Klasse absteigen. Trotzdem verließ kein einziger Spieler die Mannschaft. Der Wiederaufstieg sollte sofort gelingen und noch zwei Spieltage vor Rundenschluss führten wir mit drei Punkten Vorsprung und dem besten Torverhältnis der Tabelle an. Der ersten Niederlage folgte auch die zweite, nachdem in der 85. Minute ein die Situation entscheidender Elfmeter für den SCC verschossen worden war. Nervensache!

Erfolgreich waren unsere Nachwuchsmannschaften, die in allen Alterklassen mehrfach zu Meisterehren kamen. 1977 spielten für den SCC 18 Jugendmannschaften und das Pfingstturnier zum 75-jährigen Clubjubiläum wurde von 48 Mannschaften, auch aus Österreich und der Schweiz, bestritten. Im Rückblick auf 70 Jahre Fußball im SCC dankt damals Peter Grote den langjährig engagierten Mitarbeitern und nennt zu den weiter oben schon Erwähnten die Namen Max Sparmann, Adolf Striegan, Paul Kirschner, Helmut Rienaß, Hans Lahnt, Herbert Wehneit.

Fünf Jahre bis zur Bundesliga

Auch in der Broschüre "90 Jahre SCC" wird bereichtet und werden viele Namen genannt, die wir in dieser Zusammenfassung hier nicht alle wiederholen können. In konzentriertem Rückblick und einigen Zitaten soll eine sehr erfolgreiche Epoche für den Fußball im SCC dargestellt werden." 1978 begann eine neue Zeitrechnung in der Fußballabteilung", schreibt Peter Grote 1992 und freut sich, dass es ihm gelungen ist, " mit Olaf Ruths eine junge dynamische Persönlichkeit für den Abteilungsvorsitz zu gewinnen", arbeitete selbst auch weiter mit. Das neue Konzept hieß "SCC in die Bundesliga". Damals noch belächelt, konnte nach fünf Jahren 1983 tatsächlich der Schritt in die 2. Bundesliga getan werden. Noch in der B-Klasse 1978 blieb Karl-Heinz Hamburger Trainer. Seine Arbeit und die angeworbenen Verstärkungen unserer Mannschaft bewirkten, dass im ersten Anlauf der Aufstieg in die A-Klasse gelang. Auch 1979 mit Trainer Frank Stabenow und weiteren neuen Spielern glückte der nächste Schritt, der Aufstieg in die Landesliga. Dort wehte nun ein schärferer Wind dem Neuling SCC entgegen. Dank der Verpflichtungen einiger neuer Oberliga- und Auswahlspieler war unsere Mannschaft so stark, dass wir als Tabellenerster den Aufstieg in die Oberliga, die höchste Berliner Spielklasse, schafften. 1981 kam der bisherige Verbandssportlehrer Adolf Remy als Trainer zum SCC und mit ihm eine ganze Reihe bewährter Auswahlspieler. Dennoch gelang im ersten Anlauf der nächste Schritt nicht, es reichte nur zur Platz drei. 1982 wurde Gerd Achterberg neuer Trainer und brachte fünf Spieler von den Reinickendorfer Füchsen mit. Wir schlossen diese Spielrunde mit dem Spitzenplatz der Tabelle ab und gewannen auch den Paul-Rusch-Pokal. Weil Gerd Achterberg keine Trainerlizenz für die Bundesliga hatte, wurde für die Aufstiegsspiele Bernd Erdmann als Trainer verpflichtet. Gemeinsam mit RW Oberhausen rückte der SCC in die 2. Bundesliga auf. Unsere bewährte Elf bekam noch einige Verstärkungen, darunter als Torhüter Andreas Köpke, der später als Nationalwart berühmt wurde. Jetzt hatten wir einen Durchschnittsbesuch von 10.000 Zuschauern, konnten gegen Hertha BSC im Olympiastadion 1:1 spielen und bei uns im Mommsenstadion mit 1:0 gewinnen sowie den 1. FC Saarbrücken mit 8:1 schlagen, aber versäumten, unsere Mannschaft weiter zu verstärken. Am Ende der Runde standen wir auf dem drittletzten Platz und mussten in die Berliner Oberliga zurückkehren.

Ansprüche zurückgeschraubt

Peter Grote: "Mit Pepi" Schlesiona wurde 1984 ein Jahr der Konsolidierung, und 1985 griffen wir nochmals an. Die Erfolge: Berliner Meister, Berliner Pokalsieger, Teilnehmer an der Aufstiegsrunde. Doch hier scheiterten wir an einem Punkt". Und Peter Grote weiter: "Nun war für die meisten Leistungsträger die Luft raus, man suchte neue Fleischtöpfe. Mit nur fünf verbliebenen Spielern war die Klasse nicht zu halten. Wir mussten wieder das harte Brot der Landesliga essen". Olaf Ruths und Helmut Penz machten (auf weniger ambitioniertem Niveau) weiter und mit Hanne Lahnt, Herbert Wehneit und Peter Grote rückten drei Ultra-SCCer wieder in die vorderste Front. Mit Claudio Offenberg wurde ein junger, dynamischer Trainer verpflichtet und auf entwicklungsfähige Talente gesetzt. Mit sieben verbliebenen und 12 neuen Spielern starteten wir 1987 in die Landesliga. "Und was uns keiner zutraute, als Tabellenerster der Landesliga schafften wir den sofortigen Wiederaufstieg in die Berliner Oberliga. 1988 behaupteten wir uns mit einem 14. Platz und steigerten uns 1989 auf den 4. Platz, um dann 1990 mit einem 11. Platz die Qualifikation für die nach der Wiedervereinigung gebildete neue NOFV-Oberliga (Nordostdeutscher Fußballverband) zu erreichen. 1991 schafften wir das Klassenziel mit einem 14. Platz". Für die nächsten Jahre fassen wir jetzt die Stationen zusammen, die sich aus den Berichten von Trainer Offenberg ergeben, den wir infolge finanzieller Zwänge 1997 nach 10-jähriger Arbeit verabschieden mussten. Die Spielzeit 1992/93 begann für den SCC sehr schwach, aber noch kurz vor Ende der Hinrunde schafften unsere Jungens schon den sechsten Tabellenplatz. Dank guter Harmonie in der Mannschaft, Trainingsfleiß und Einsatz war bis zum Ende unser Oberligaplatz nicht mehr in Gefahr, wir wurden zehnter. Die Saison 1993/94 war Vorstufe für eine Neuordnung, denn ab der folgenden Spielzeit 94/95 sollte die Regionalliga eingeführt werden. Aus den drei NOFV-Oberligen sollten die je sechs Punktbesten die neue (Halbprofi)-Liga bilden. Die stille Hoffnung, wenigstens den 6. Platz 1993/1994 zu erreiche, wurde früh durch eine Verletzungsserie gedämpft. Am Ende standen wir mit 24:36 Punkten (38:48 Tore) wieder auf Platz 10. Mit einer harmonisch und aus jung und alt gut gemischten Mannschaft begann die Spielzeit 1994/95 gut, vor allem in der Verteidigung waren wir stark (700 Minuten ohne Gegentor). Im Mai 1995 hatten wir den 5. Tabellenplatz erreicht und waren in den Berliner Pokalspielen in die Vorschlussrunde gekommen. Im Lokalderby unterlagen wir Tennis Borussia und verpassten so das Endspiel. Unsere "Zweite" hatte die B-Klasse" im Sturm genommen" und damit den Aufstieg in die A-Klasse gesichert.

Der Aufstieg in die Regionalliga

Mit dem Saisonziel angetreten, den fünften Tabellenplatz des Vorjahres zu verbessern, überschlugen sich die Ereignisse der Saison 1995/96. Zunächst ein klassischer Fehlstart. Nur zwei Punkte aus den ersten vier Spielen. Das war zu wenig. Wir brauchten bis zur Winterpause, um uns im oberen Tabellendrittel festzusetzen. Der Rückrundenstart gelang besser, doch die Osterzeit war wieder wenig erfolgreich. Im Frühjahr kam es dann zu einem waren Showdown um den Aufstieg in die Regionalliga. Der unbedingte Wille war entfacht und eine tolle Moral ließen nun Siege im Dreitagesrhythmus zu. Wichtig hier, dass der Dauerspitzenreiter VfB Lichterfelde im Mommsenstadion mit 1:0 bezwungen werden konnte. Auch der knappe 1:0 Erfolg in der 88. Minute in Schwerin brachte uns weiter nach vorn. Es folgte eine Niederlage gegen den 1.FC Magdeburg (0:1) und ein hart umkämpfter Sieg gegen Türkiyemspor (2:1). Die denkwürdige Partie gegen PSV Rostock, die nach 0:3 und 2:4 Rückstand noch ein 4:4 unentschieden brachte, mobilisierte noch einmal alle Kräfte. Plötzlich stand man mit dem VfB Lichterfelde und Türkiyemspor punktgleich an der Tabellenspitze. Das letzte Saisonspiel gegen den Köpenicker SC musste die Entscheidung bringen. Mit dem hauchdünnen Vorsprung von nur einem Tor gegenüber dem VfB Lichterfelde war der Aufstieg perfekt.
Einer spontanen kleine Aufstiegsfeier folgte eine 7x24 stündige Party der Mannschaft auf Mallorca, während das Funktionsteam Tag und Nacht mit der Vorbereitung der großen, neuen Herausforderung Regionalliga beschäftigt war.

Nur ein Jahr Regionalliga

Ganze Felsbrocken von Problemen mussten beiseite geschafft werden, sowohl verwaltungstechnisch als auch auf sportlicher Ebene. Es sollte doch ein konkurrenzfähiges Team für die niveauvollere Liga ins Rennen geschickt werden. Sechs Abgänge aus der Kernmannschaft waren kaum zu ersetzen. Zum Trainingsstart Anfang Juli war die neue Regionalligamannschaft dann angetreten, um sich den Herausforderungen zu stellen.
Leider war der Spielansätzer nicht sehr gnädig mit einem Neuling und bescherte uns gleich Sechs Topteams in den ersten 7 Begenungen. Mit achtbaren, knappen Niederlagen zogen wir uns aus der Affäre. Ende September kamen dann die Aufgaben aus der "Mittelschicht", die mit ähnlichen Bedingungen zu kämpfen hatten wie wir. Beim SSV mussten wir ein 3:4 Niederlage hinnehmen. Gegen Plauen dann aber schon ein Punktgewinn und Nordhausen konnte dann sogar 4:0 bezwungen werden. Es wurde aber schnell klar, dass wir um den Klassenerhlt zu sichern viel konstanter werden mussten. In der Winerpause lag also viel Arbeit vor dem Trainer und seiner Truppe. Leider blieben die nötigen Erfolge aus und mit nur 17 Punkten mussten wir als Vorletzter die Bühne Regionalliga wieder räumen.

 Erst im Dezember 1998 ist wieder ein Bericht im "Schwarzen C" zu finden. Darin stellt Peter Grote fest, dass der Aufstieg in die Regionalliga für den SCC- sowohl spielerisch wie finanziell- ein zu großer Schritt war. Nach Verlust von zehn Leistungsträgern musste Willi Piek als neuer Trainer die Mannschaft für die Oberliga 1997/98 aufbauen. das gelang gut, und am Ende stand der 10.Tabellenplatz. In dieser Saison konnten wir sogar eine 4. Mannschaft melden, die auf Anhieb gleich den Aufstieg schaffte.

Nach der Saison 1998/99 mussten wir die Oberliga Nordost verlassen und einen Neubeginn in der Verbandsliga Berlin versuchen. Die anstrengende Saison 1999/2000 mit 45 Pflichtspielen konnte dank der guten Arbeit unsers Trainergespanns Gowitzke/Thomas mit dem 3. Tabellenplatz beendet werden. Bei der Abteilungsversammlung am 30.10.2000 kandidierte der seit 1978 amtierende Olaf Ruths nicht mehr und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Dr. Bernd Isecke übernahm die Führung der Abteilung. Ab 15.Oktober übernahm unser erfolgreicher Spieler Frank Schwager ( mit Co-Trainer Claas Thomas) das Traineramt und baute die Mannschaft mental so gut auf, dass nach einer fulminanten Rückrunde 2000/01 der 10. Tabellenplatz erreicht wurde. Für die Saison 2001/02 gab es einige Turbulenzen. Es mussten die ausgeschiedenen Norbert Schock und Peter Grote im Abteilungsvorstand ersetzt werden. Alfred Stolzenberg kümmert sich jetzt um die "Erste" und Detlef Lenze um die 2. Mannschaft. Mit 16 Punkten aus 13 Spielen nahm am Jahresende 2001 unsere "Erste" den 11. Tabellenplatz ein mit der Tendenz" aufwärts". (Fritz Steinmetz)

2001/02 ( in Arbeit)

2002/03 ( in Arbeit)

2003/04 ( in Arbeit)

2004/05 ( in Arbeit)

SCC mit Routiniers und jungen Wilden

Mit einem verstärkten Aufgebot für die Saison 2005/06 ging Frank Schwager in sein siebtes Jahr als Trainer des SC Charlottenburg. Mit Brahaj kam ein Leistungsträger vom MSV und Seitz vom FC Spandau 06 wagte den Sprung in die Verbandsliga. Weitere Verstärkung kam vom "großen Bruder" TeBe zu uns. Nach einer Vielzahl von Widrigkeiten in der letzten Saison konnten wir auf Rückkehrer aus den eigenen Reihen bauen. Die Routiniers Seydel (verletzt) und Rüster (berufsbedingt) vielen fast die halbe Saison aus. Torjäger Katovcic stand nach seinem Kreuzbandriss auch wieder zur Verfügung. Es sollte nun in der neuen Spielzeit wieder aufwärts gehen. Ein großes organisatorisches Problem blieb die Belegung des Mommsenstadions. TeBe hatte mit der Oberliga- und Jugend-Bundesligamannschaft das Vorrecht. Mit einem hervorragenden sechsten Tabellenplatz endete die Ära Frank Schwager.

Das Jahr eins nach Frank Schwager/Claas Thomas

Unser neuer (und ehemaliger) Trainer wurde Thorsten Gowitzke. Er übernahm zusammen mit Co-Trainer Axel Kleinefinke die sportliche Leitung für das Spieljahr 2006/07. Thorsten war sofort bereit das Amt zu übernehmen berichtete unser erster Vorsitzender Nicolas Wolff, der selbst einmal mit ihm in der Jugend von Hertha 03 Zehlendorf erfolgreich die Stiefel schnürte. So waren wir zusammen mit einer Mannschaft, die aus einer gesunden Mischung aus jung und alt bestand für die kommende Saison gut gerüstet. Eine wirklich guter Saisonstart konnte nicht verhindern, dass Thorsten Gowitzke vier Wochen vor Ende der Hinrunde das Handtuch warf. Dem geforderten Maß an Disziplin und Trainingsaufwand konnte die Mannschaft nicht gerecht werden. Zunächst übernahm Axel Kleinefinke bis zur Winterpause. Für die Rückrunde sollte dann Frank Harzheim das Ruder übernehmen. Doch die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft stimmte leider nicht und wir mussten uns schon nach vier Wochen wieder trennen. Nun wurde Axel Kleinefinke zum Chefcoach ernannt. Ihm zur Seite stellte sich der 1. Vorsitzende Nicolas Wolff als Co-Trainer und sofort fanden wir wieder in die Erfolgsspur zurück. Wir beendeten die Saison mit einem guten achten Tabellenplatz. Manchmal sind es eben nur Kleinigkeiten!

Kontinuität in der Abteilungsführung und ein neuer Hauptsponsor

Am 27. August 2007 wurde Nicolas Wolff bei der Jahreshauptversammlung als 1. Vorsitzender einstimmig wieder gewählt. Anschließend stellte er seine neue (alte) Mannschaft vor. Wieder einstimmig wurden gewählt: Peter Kerst und Otto Fehren (als weitere Vorsitzende), Wolfgang Matthies u. Axel Kleinefinke (als Beisitzer) und Rudolf Scheidt (als Jugendleiter)

Als Ziel für die 1. Mannschaft wurde für die Saison wieder ein Platz im gesicherten Mittelfeld ausgegeben. Die erfolgreiche Arbeit des Trainers Axel Kleinefinke soll in der kommenden Spielzeit trotz einiger Spielerabgänge bestätigt werden. Drei Runden vor Schluss der Vorrunde sind unsere Saisonziele teilweise weit entrückt. Die Realität hieß zeitweise Platz 17! Das bedeutete, dass wir mindestens noch zwei Konkurrenten hinter uns lassen mussten, um wenigstens die Klasse zu halten. Keine leichte Aufgabe, aber mit einer annähernd erfolgreichen Rückrunde (wie in den zurückliegenden Jahren) doch zu erreichen.

Wesentlich besser dagegen sieht unsere Pokalbilanz aus. Nach drei, teilweise hart umkämpften Siegen, erreichten wir das Achtelfinale gegen Hertha 03 Zehlendorf, dass dann leider mit 1:3 verloren ging.

Mit dem Gewinn des neuen Hauptsponsors konnten wir uns für die Rückrunde gezielt verstärken. Neben Jeffrey Seitz (Alemannia 90 W.), Deniz Can (Nord Wedding) Azem Brahaj, Battal Basar (beide Hertha 03 Z.) und Kim Schwager konnten wir einen Exprofi überreden noch einmal für den SCC die Fußballschuhe zu schnüren. Mike Lünsmann gehörte ab sofort zum Kader. Mit immerhin 12 Punkten aus 6 Spielen wurde ein guter Start in die Rückrunde geschafft. Leider wurden wir auch im weiteren Verlauf immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. Aber die Mannschaft zeigte sich auch kämpferisch stark verbessert und nach einer tollen Aufholjagd mit am Ende 25 Punkten in der zweiten Saisonhälfte erreichten wir mit dem 15. Tabellenplatz das rettende Ufer.

Neue Initiativen in der Fußball-Abteilung: "DER SCC BEWEGT ! "

Umwelt-Projekt 2008, DER SCC BEWEGT: In Zusammenarbeit mit unserem Hauptsponsor und dem Partner Pro-Collect haben wir am 10.02.2008 vor dem Verbandsligaspiel SCC vs. Stern 1900 unser neues Umwelt-Projekt präsentiert. Mike Lünsmann, unser prominenter Neuzugang ,verstärkt nicht nur das Team, sondern unterstützt auch tatkräftig die Umweltaktion. Gebrauchte Handys, Tinten-, und Tonerpatronen werden in eigens dafür aufgestellten Boxen gesammelt.

Charity-Event ein voller Erfolg: Gemeinsam mit unserem Hauptsponsor in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk richteten wir am 2. Advent für über 500 Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien eine vorweihnachtliche Bescherung aus. Drei Trikotsätze der Firma Legea gingen an Jugendteams von Brandenburg 03, HSV Rot Weiß und NFC Rot Weiß Neukölln. Das Deutsche Kinderhilfswerk verteilte ein gut gefülltes Weihnachtspaket an jedes Kind. Die Firma Müller Milch sorgte für Getränke, Cineplex für Popkorn. Zusätzlich wurden Kinogutscheine vergeben. Zahlreiche Prominente aus Sport wie Otto Höhne (BFV Ehrenpräsident) u. Walther Zain (Ehrenvorsitzender der Verbandsliga - AG) sowie aus Politik (Dr. Marianne Suhr, Vorsteherin der BVV Charlottenburg/Wilmersdorf, und Andreas Statzkowski, sportpolitischer Sprecher der CDU) unterstützten die Aktion mit ihrem Kommen.

Ein besonderer Dank gilt auch Siegfied Eifrig unserem Olympiafackelträger von 1936 in Berlin, der im Alter von 97 Jahren den Spielball für das Verbandsligaspiel SCC vs. FC Nordost an den Schiedsrichter übergab. (Peter Grote/Nicolas Wolff)  

Zehn Jahre Fußballferienschule

Zum zehnjährigen Jubiläum der Fußballferienschule feierte die SCC-Familie am Karfreitag, den 21.03.2008 ihre Abschlussveranstaltung. Preise im Wert von mehr als 1000 Euro wurden verlost, den Hauptpreis, einen Ein-Kilo-Silberbarren im Wert von mehr als 500 Euro, spendete unser Hauptsponsor. 750 Zuschauer fanden den Weg ins Mommsenstadion um an der Feier und dem anschließenden Verbandsligaspiel teilzuhaben.

Neubeginn ohne Seydel und Rüster nach über 20 Jahren

Irgendwann musste es passieren. Nach 20 Jahren muss der SCC auf Christian Seydel und Thomas Rüster in der 1. Mannschaft verzichten. Während Seydel zum Ende der Karriere zum SV Blau Weiß in die Bezirksliga wechselte, verabschiedete sich Thomas Rüster zum SSC Südwest. Wir arbeiteten zunächst weiter mit dem Gespann Kleinefinke/Wolff, dass im letzten Jahr den drohenden Abstieg verhindern konnte. Mit einer stark verjüngten Mannschaft und einem moderneren  Spielsystem ging es in die neue Saison. Zunächst war ein einstelliger Tabellenplatz angestrebt. Mit dem Abstieg wollten wir in dieser Saison nichts zu tun haben. Doch es kam anders. 47 Gegentreffer bis zur Winterpause waren zu viel, um über dem Strich zu bleiben. Zudem nahm auch noch Axel Kleinefinke seinen Hut und verließ Berlin aus beruflichen Gründen. Bis zum Ende der Hinrunde übernahm der 1. Vorsitzende Nicolas Wolff jetzt das Ruder und im Winter konnte unser Wunschkanditat Joachim Gehrmann als neuer Chefcoach verpflichtet werden.
Mit Beginn der Rückrunde blieben die Erfolge zunächst weiter hinaus. Doch dann kämpfte man sich Punkt für Punkt an die Nichtabstiegsplätze heran. Es gab einige Chancen den Sprung über den Strich zu schaffen. Leider versagten in den sogenannten Bigpoint-Spieler immer die Nerven. So kam es am letzten Spieltag gegen TuS Makkabi zum Showdown. Mit einem Sieg wäre das unmögliche noch zu erreichen gewesen. Makkabi hätte absteigen müssen und auch SV Empor hätte man im Fernduell hinter sich gelassen. Allein vor dem Gehäuse, der Keeper war schon ausgespielt, war der SCC in der letzten Spielminute, beim Stande von 1:1 nicht in der Lage, den Ball im Kasten unterzubringen. Empor siegte dagegen mit dem Schlusspfiff und der SCC musste mit Makkabi in die Landesliga absteigen. Es war nicht der Grund für den Abstieg. Der zog sich durch die gesamte Saison. Aber es war die letzte Chance ihn zu verhindern. Der SCC hat sie nicht nutzen können.

Lichtblick

In der Sommerpause konnte der 1. Vorsitzende Nicolas Wolff mit seinem Vorstand die Fußballjugendabteilung und den Erwachsenenbereich nach 20 Jahren endlich wieder vereinen. In den kommenden Jahren soll hier nun die Basis für die 1. und 2. Herrenmannschaft geschaffen werden.